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Kiefergelenk

Knacken, Reiben, eingeschränkte Mundöffnung

Ein Knacken beim Gähnen ist allein noch kein Grund zur Sorge. Kommen aber Schmerzen, ein Blockadegefühl oder eine kleiner werdende Mundöffnung dazu, sollte das Gelenk untersucht werden – je früher, desto besser.

Messung der Mundöffnung mit dem CMD-Lineal

Typische Anzeichen

  • Knacken oder Reiben beim Öffnen und Schließen
  • Schmerz direkt vor dem Ohr, oft einseitig
  • Mundöffnung unter drei Fingerbreit
  • Der Unterkiefer weicht beim Öffnen zur Seite ab
  • Gefühl, dass der Kiefer „hängen bleibt“ oder blockiert
  • Schmerzen beim Kauen, Gähnen oder langen Zahnarztterminen
  • Das Gelenk fühlt sich morgens steif an

Was im Gelenk passiert

Zwischen Gelenkkopf und Schädel liegt eine Knorpelscheibe, der Diskus. Sie gleitet bei jeder Bewegung mit. Verschiebt sie sich, springt sie beim Öffnen hörbar zurück – das typische Knacken. Bleibt sie dauerhaft verlagert, wird die Mundöffnung eingeschränkt (Kieferklemme).

Reibende Geräusche deuten dagegen auf Veränderungen der Gelenkflächen hin. Beides ist behandelbar, aber beides profitiert stark von einer frühen Diagnose: Je länger ein Gelenk fehlbelastet arbeitet, desto mehr strukturelle Veränderungen entstehen.

Häufige Auslöser sind nächtliches Knirschen, ein nicht passender Zusammenbiss, frühere Unfälle oder kieferorthopädische Behandlungen sowie eine dauerhaft überlastete Muskulatur.

Was wir konkret tun

  • Manuelle Untersuchung beider Kiefergelenke in Ruhe und Bewegung
  • Vermessung der Mundöffnung und der Bewegungsbahnen des Unterkiefers
  • Computergestützte Aufzeichnung der Gelenkbewegung, wenn der Befund es erfordert
  • Bildgebung in Abstimmung mit Radiologie oder Kieferchirurgie, wenn strukturelle Veränderungen vermutet werden
  • Entlastung des Gelenks über eine Schiene, begleitet von manueller Therapie
  • Anleitung zu Eigenübungen, die die Gelenkführung stabilisieren

Akute Kieferklemme? Lässt sich der Mund plötzlich nicht mehr weit öffnen, sollten Sie zeitnah untersucht werden. Rufen Sie uns an – solche Fälle versuchen wir kurzfristig unterzubringen.

Diagnostik und Therapie im Detail

Beschwerden abklären lassen

Eine Funktionsanalyse dauert etwa eine Stunde, ist schmerzfrei und schafft Klarheit – auch dann, wenn Sie schon viele Untersuchungen hinter sich haben.